© Fritz Berger
Feb.
28

Nassbatterie – preiswerter Akku mit Schwächen

Aufbau und Eigenschaften

Nassbatterien, auch Blei-Säure Batterien genannt, sind günstige Akkus, die aus Bleiplatten bestehen. Dieser Batterietyp ähnelt im Aufbau der klassischen Starterbatterie, allerdings sind die verwendeten Bleiplatten dicker und anders legiert.


Inhalt

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Aufbau der Batterie

In der Nassbatterie gibt es einen positiven und negativen „Plattensatz“. Der positiv geladene Plattensatz besteht aus Bleioxid und einem sogenannten „Gitter“, einer Bleilegierung. 

Diese Platte kann Strom leiten und ist in ein Gemisch aus Säure und destilliertem Wasser eingetaucht (deshalb „Nassbatterie“). 

Dieser Elektrolyt ist leitfähig und führt den Strom von der negativen Elektrode, die aus purem Blei und einer negativen Bleilegierung besteht, zur positiven Elektrode. Beide Elektroden werden durch einen „Separator“ getrennt. Welche Bordbatterie für dich am besten passt, kannst du in diesem Blogbeitrag nachlesen.

Aufbau einer Blei-Säure Batterie © Varta

Ladeeigenschaften einer Nassbatterie

Wird eine Nassbatterie zu stark entladen, kann das Blei zu Sulfat werden. Dabei entstehen Bleisulfatkristalle, die sich in Bröckchen auf der Oberfläche der Batterieflüssigkeit absetzen. 

In der Folge kann der Strom zwischen den Elektroden nicht mehr so gut fließen, weil immer mehr Flüssigkeit verloren geht. Die Konsequenz: Wird die Nassbatterie zu stark entladen, nimmt ihre Speicherfähigkeit rapide ab. Im schlimmsten Fall entsteht ein Kurzschluss, und zwar dann, wenn die Sulfatkristalle auf den Boden der Batterie sinken und dort verschlammen, und der Schlamm schließlich die Elektroden erreicht.

Wenn du dich für eine Nassbatterie als Bordbatterie entscheidest, solltest du sie also nie komplett entladen, maximal bis zur Hälfte. Nutzt du dein Wohnmobil im Winter nicht, trenne den Akku unbedingt von allen Verbrauchern, nachdem du ihn noch einmal voll aufgeladen hast.  Hier geht´s zu den Nassbatterien aus dem Fritz Berger Sortiment.


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Besonders schonend ist es für die Batterie, wenn du sie bei Zimmertemperatur lagerst.


Vor- und Nachteile der Nassbatterie


günstig in der Anschaffung

höherer Wartungsaufwand (Kontrolle Säurestand, Nachfüllen von Wasser)

einfache Ladetechnik

Säure kann auslaufen; deshalb muss sie in einer Säurewanne gelagert werden

geringe Zyklentiefe von 50 Prozent. Für eine hohe Akkuleistung brauchst du auch eine sehr große Nassbatterie oder mehrere Nassbatterien. Du solltest die Batterie nie vollständig entladen und auch nur in geladenem Zustand lagern, da sonst die Akkuleistung schwindet.

Ausgasung: Während der Nutzung entstehen Gase, die sicher abgeleitet werden müssen

geringe Lebensdauer


Für wen eignet sich eine Nassbatterie?

Für Camper, 

  • … die Landstrom beziehen und auf Stellplätzen oder Campingplätzen übernachten.
  • … die wenig und kurz autark stehen.
  • … die ihre Bordbatterie schnell wieder aufladen.
  • … mit einem Wohnmobil mit geringen Verbrauchern.

Fazit: Nassbatterien sind günstig, haben aber auch Nachteile

Eigentlich haben die Nassbatterien mehr Nachteile als Vorteile, aber der günstige Preis ist ansprechend. Wenn du dich am höheren Wartungsaufwand nicht störst und du nur wenige Geräte auf deinen häufigen Wohnmobilreisen benutzt, ist dieser Akku vielleicht etwas für dich.

Hier geht’s zum gesamten Batterie-Sortiment im Berger Onlineshop.


Häufig gestellte Fragen zur Nassbatterie

Nassbatterie im Wohnmobil – FAQ

Was ist eine Nassbatterie? +

Eine Nassbatterie ist eine preiswerte Blei-Säure-Batterie, die aus Bleiplatten und Flüssigkeit besteht.

Wie funktioniert eine Nassbatterie? +

Sie erzeugt Strom durch eine chemische Reaktion zwischen Bleiplatten und Säure.

Welche Vorteile hat eine Nassbatterie? +

Günstig, einfach zu laden und weit verbreitet. Gute Leistung bei regelmäßiger Wartung.

Welche Nachteile hat eine Nassbatterie? +

Wartungsaufwand, geringere Lebensdauer, Tiefentladung schadet der Batterie.

Wie oft muss eine Nassbatterie gewartet werden? +

Säurestand regelmäßig prüfen, destilliertes Wasser nachfüllen, Lagerung optimieren.

Wie tief darf eine Nassbatterie entladen werden? +

Maximal bis 50 %, tiefere Entladung verkürzt die Lebensdauer.

Für wen eignet sich eine Nassbatterie? +

Für Camper mit Landstromanschluss und wenigen Stromverbrauchern.

Wie lange hält eine Nassbatterie? +

Bei guter Pflege etwa 3 bis 5 Jahre.

Warum muss eine Nassbatterie sicher gelagert werden? +

Säure kann auslaufen, Gase entstehen beim Laden. Sichere Lagerung ist wichtig.

Welche Alternativen gibt es zur Nassbatterie? +

AGM-, Gel- und Lithium-Batterien sind langlebiger, aber teurer.

Sabine

2017 war Sabine zum ersten Mal mit einem Mietwohnwagen mit Mann und Kindern durch Frankreich unterwegs. Campen im eigenen Wohnwagen ist für sie nicht nur Urlaub, sondern ein Freiheitsgefühl und das Beste, was ihr und ihrer Familie passieren konnte.


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